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Vatertag 2010 ist leider zu Ende. Dennoch hält er mich / uns noch in seinem Bann. Klar wenn man sich nur einmal im Jahr zum gemeinsamen Fliegen trifft, hat das auch seinen Reiz. In diesem Jahr was das Wetter wirklich bescheiden ( das andere Wort ist zu unfein ;-) Aber wir hatten 3 Tagen viel Spass und es gibt natürlich auch schon wieder neue Ideen für 2011 !!! Jörg kam in diesem Jahr mit einem Wasserflugzeug, na ja die Wiese war auch irgendwie passend nass, noch 2 cm mehr und wir hätten alle Wasserflugzeuge benötigt. Ohne Gummis ( nicht was ihr meint, Gummistiefel !! ) ging da nichts oder man kam zumindest nasse Socken, nicht war Gerd!

Das Teil heisst redag und ist von Dieter Wadle. Es hat einen Meter Spannweite, komplett aus EPP mit einem Abfluggewicht unter 400 Gramm. Allein das garantiert schon gute Flugeigenschaften. Lange Rede kurzer Sinn; Jörg hat sich mit Dieter Wadle in Verbindung gesetzt und 4 weiter Bausätze bestellt. Die Bausätze waren super schnell da, noch bevor Herr Wadle sein Geld dafür hatte. Allerbesten Dank dafür!!! Die Qualität ist einfach hervorragend. Zu meiner Überraschung gab es aber keine Bauanleitung. Laut Jörg völlig normal. Man meldet sich unter rclineforum an und findet alle erforderlichen Infos. Bisher habe ich solche Foren noch nicht besonders stark benutzt, klar mal das ein oder andere gelesen, aber es macht Spass und ist informativ.

Wie immer wenn ein Modell in meinem Keller steht und ich was baue, muss ich das auch auf unsere Seite stellen. (Zwanghaft ?!?)

Also bitte, hier der Bericht. Da ich finde das Teil sieht mit 2 Motoren aus, wie eine Goose von Grumman heisst das Ding bei mir Goose:

 

Der Bausatz ist sehr passgenau. Vermutlich CNC gefräst. Mann benötigt noch 60 Kohlefaser für die Fläche, 2 Bowdenzüge, 4 Servos und den Antrieb. In meinem Fall liegt noch ein arbeitsloser 20-09 von Simprop im Keller. Eigentlich ist der zu groß, aber man kann diesen ja auch mit einem kleineren Propeller betreiben. Da spart Strom *g*

Im Gegensatz zu Jörg und den Vorschlägen aus dem Netz möchte ich die Fläche abnehmbar gestallten. Das hat den Vorteil die Goose besser transportieren zu können und man kommt im Falle eines Falles an die Servos um diese zu tauschen. Es hat den Nachteil das eventuell Wasser eindringen kann. Ergo 2:1 für Abnehmbare Fläche. Relativ einfach zu realisieren siehe Bild.

Einfach ein Holz mit eingeschlagener Mutter ( Möbelzubehör) in einen Ausschnitt des Rumpfes kleben, hier habe ich ca. 6 cm von der Flügehinterkante gewählt. Vorn das gleiche aber an Rumpfaussenwänden eingelassen. Klebt mit Uhu Poor superfest. Den Ausschnitt habe ich mit der Dekupiersäge gemacht.

Um mit meinen Akkus hin zukommen, habe ich das Akkufach größer gemacht. So kann ich von 950 über 1500 bis zu 1800 mA alle vorhanden Akkus einsetzen und das Erreichen des Schwehrpunkts dürfte auch ohne Blei kein unlösbares Problem sein. 

In nächsten Schritt wurden die Kanäle für die Höhenruder und Seitenruder Anlenkung erstellt. Dazu habe ich einen kleinen Fräser mit Schleifkopf verwenden. Mit einem Aufsatz in entsprechender Größe bekommt man das sehr gut hin. Für die Servos habe wurde mit der Dekupiersäge einfach ein Schlitz gesägt. Da meine Servos relativ gross sind, musste oben ein Stückchen Material entfernt werden. Für die Anpassung des Seitenteils mussten noch Material abgetragen werden, damit die zu dicken Servos spielfrei arbeiten können. Die beiden Seiten des Höhenleitwerks werden, mittels gebogenem Draht, der einfach “eingeschlitzt” und mit Sekundenkleber geklebt wird, verbunden. Jetzt habe ich schon mal das Höhenleitwerk aufgeklebt, ich wollte sehen, ob die Anlenkung einwandfrei funktioniert. Da noch alte Ruderhörner vorhanden waren, wurden diese verbaut.

Im nächsten Schritt habe ich die Seitenteile aufgeklebt. Leider wollte der Kleber an den Seiten nicht so besonders halten, also habe ich die Nahtstellen mit Sekundenkleber nach geklebt. Dann sieht alles schon ganz gut aus, fehlt nur noch ein die Fläche. Dort habe ich zuerst die Schrauben für das Mittelstück angepasst und dann den Rest nach Anleitung mit 5 Minuten Epoxi angeklebt. Da die Schrauben sich durch das EPP ziehen würden, wurde alte Servoscheiben unterlegt, das hält und man kann die Schrauben richtig fest anziehen.

Der Motor ist eigentlich zu gross, war aber noch vorhanden, also wurde er auch verbaut. Die Luftschraube wurde jedoch später gegen eine mit mehr Steigung ausgetauscht. Bei den ersten Flugversuchen stellte sich heraus, dass die Luftschraube die Haube beschädigen kann, als Schutz wurde eine Starke Folie aufgeklebt. Da diese Goose für meinen Sohn ist, sollte alles so bedienerfreundlich wie eben Möglich sein ( DAU Sicher)

Der Regler hängt frei im Rumpf und ist von oben mit der Klebepistole dicht gemacht worden, so kann kein Wasser über die Kabel in den Regler laufen.

Die Querruder habe ich nach den Erstflug, abgetrennt und mit CA- Scharnieren wieder angesetzt, Jetzt haben diese eine wesentlich bessere Wirkung als zuvor.

Der Erstflug war wenig Spektakulär, alles passte! Die Goose konnte also auch einem Anfänger übergeben werden. Mittlerweile ist mein Sohn schon ein paar mal geflogen. Bei einem der Flüge kann es zu einem Störmungsabriss und die Goose ist aus 10 Metern senkrecht zu Boden gegangen. Einzig den Motor hat es abgerissen. Ein Löffelchen Epoxi 5 Minuten warten und alles ist wieder gut!!!

Ein wirklich schönes Modell, auch wenn wir bisher nur “ Trockenschwimmer” sind.

Der Sound der der 2 motorigen 4 Blattpropeller ist einfach klasse. Ich freue mich schon auf das erste Wassern.

Als Kamera Träge ist die Goose ganz hervorragend geeignet.

Abends im Park macht das Goosen besonders viel Spass!!

Und so sieht das aus, wenn man vom Goose Fieber infiziert ist. Es fehlen sogar noch 2. Jörg war nicht da und Gerd hat seine noch im Bau ( Ich bin gespannt wann er damit anfängt)

Im Oktober 2010 war es endlich so weit, nach vielen Trockenstarts durfte die Goose endlich auf`s Wasser. Bei allen Versuchen vorher, war es immer zu windig. Der erste Wasserstart, hat auf Anhieb funktioniert. Die 4 Blattpropeller haben kein grosse Steigung, aber es sind 4 Stück!! Sie geht sofort auf Stufe und man kann Sekunden später schon die Goose aus dem Wasser lupfen!! 

Das einzige was nicht optimal war, war die Fahrt bei wenig Geschwindigkeit auf dem Wasser. Bedingt durch die 2 Motoren, liegt das Seitenruder erst bei reichlich Fahrt im Wind. Das gefiel mir gar nicht, denn ich wollte mit wenig Fahrt wieder in meine Goose Bay zurück schippern!! Also wurde ein durchsichtiger Kunststoff in das Seitenruder eingelassen und einfach mit einem Gabelkopf gesichert. So kann das Ruder einfach wieder abgenommen werden. Jetzt ist die Goose auf dem Wasser nicht wieder zu erkennen, brav schippert sie dahin wo ich möchte, ja Schiffe haben auch ihren Reiz ;-)

Jetzt ist die Goose erstmal wieder Trockenschwimmer, bis zum nächsten Sommer (wenn es denn einen gibt)