Redaq / Goose

 Sprungbuch von Harry:

https://www.rob.uni-luebeck.de/~paysen/Sprungbuch/

Das ist Harry:

Harry 021016

mfv BS

 

internetanbieter-experte.de 

Vatertag 2010 ist leider zu Ende. Dennoch hält er mich / uns noch in seinem  Bann. Klar wenn man sich nur einmal im Jahr zum gemeinsamen Fliegen  trifft, hat das auch seinen Reiz. In diesem Jahr was das Wetter wirklich bescheiden ( das andere Wort ist zu unfein ;-) Aber wir hatten 3 Tagen  viel Spass und es gibt natürlich auch schon wieder neue Ideen für 2011  !!! Jörg kam in diesem Jahr mit einem Wasserflugzeug, na ja die Wiese  war auch irgendwie passend nass, noch 2 cm mehr und wir hätten alle  Wasserflugzeuge benötigt. Ohne Gummis ( nicht was ihr meint,  Gummistiefel !! ) ging da nichts oder man kam zumindest nasse Socken,  nicht war Gerd!

Das Teil heisst redag und ist von Dieter Wadle. Es hat einen Meter  Spannweite, komplett aus EPP mit einem Abfluggewicht unter 400 Gramm.  Allein das garantiert schon gute Flugeigenschaften. Lange Rede kurzer  Sinn; Jörg hat sich mit Dieter Wadle in Verbindung gesetzt und 4 weiter  Bausätze bestellt. Die Bausätze waren super schnell da, noch bevor Herr  Wadle sein Geld dafür hatte. Allerbesten Dank dafür!!! Die Qualität ist  einfach hervorragend. Zu meiner Überraschung gab es aber keine  Bauanleitung. Laut Jörg völlig normal. Man meldet sich unter rclineforum an und findet alle erforderlichen Infos. Bisher habe ich solche Foren  noch nicht besonders stark benutzt, klar mal das ein oder andere  gelesen, aber es macht Spass und ist informativ.

Wie immer wenn ein Modell in meinem Keller steht und ich was baue, muss ich das auch auf unsere Seite stellen. (Zwanghaft ?!?)

Also bitte, hier der Bericht. Da ich finde das Teil sieht mit 2 Motoren aus, wie eine Goose von Grumman heisst das Ding bei mir Goose

Der Bausatz ist sehr passgenau. Vermutlich CNC gefräst. Mann benötigt noch  60 Kohlefaser für die Fläche, 2 Bowdenzüge, 4 Servos und den Antrieb. In meinem Fall liegt noch ein arbeitsloser 20-09 von Simprop im Keller.  Eigentlich ist der zu groß, aber man kann diesen ja auch mit einem  kleineren Propeller betreiben. Da spart Strom *g*

a_Flachenhalterung_6cm
Bausatz

Im Gegensatz zu Jörg und den Vorschlägen aus dem Netz möchte ich die  Fläche abnehmbar gestallten. Das hat den Vorteil die Goose besser  transportieren zu können und man kommt im Falle eines Falles an die  Servos um diese zu tauschen. Es hat den Nachteil das eventuell Wasser  eindringen kann. Ergo 2:1 für Abnehmbare Fläche. Relativ einfach zu  realisieren siehe Bild. Einfach ein Holz mit eingeschlagener Mutter ( Möbelzubehör) in einen Ausschnitt des Rumpfes kleben, hier habe ich ca. 6 cm von der Flügehinterkante  gewählt. Vorn das gleiche aber an Rumpfaussenwänden eingelassen. Klebt  mit Uhu Poor superfest. Den Ausschnitt habe ich mit der Dekupiersäge  gemacht. Um mit meinen Akkus hin zukommen, habe ich das Akkufach größer gemacht. So kann ich von 950 über 1500 bis zu 1800 mA alle vorhanden Akkus  einsetzen und das Erreichen des Schwehrpunkts dürfte auch ohne Blei kein unlösbares Problem sein.

Web Design
1800_Akku

In nächsten Schritt wurden die Kanäle für die Höhenruder und Seitenruder  Anlenkung erstellt. Dazu habe ich einen kleinen Fräser mit Schleifkopf  verwenden. Mit einem Aufsatz in entsprechender Größe bekommt man das  sehr gut hin. Für die Servos habe wurde mit der Dekupiersäge einfach ein Schlitz gesägt. Da meine Servos relativ gross sind, musste oben ein  Stückchen Material entfernt werden. Für die Anpassung des Seitenteils  mussten noch Material abgetragen werden, damit die zu dicken Servos  spielfrei arbeiten können. Die beiden Seiten des Höhenleitwerks werden,  mittels gebogenem Draht, der einfach “eingeschlitzt”€ und mit  Sekundenkleber geklebt wird, verbunden. Jetzt habe ich schon mal das  Höhenleitwerk aufgeklebt, ich wollte sehen, ob die Anlenkung einwandfrei funktioniert. Da noch alte Ruderhörner vorhanden waren, wurden diese  verbaut

Hohenleitwerk
Servos_Seitenteil
Hohenleitwerk_Rumpf

Im nächsten Schritt habe ich die Seitenteile aufgeklebt. Leider wollte der Kleber an den Seiten nicht so besonders halten, also habe ich die  Nahtstellen mit Sekundenkleber nach geklebt. Dann sieht alles schon ganz gut aus, fehlt nur noch ein die Fläche. Dort habe ich zuerst die  Schrauben für das Mittelstück angepasst und dann den Rest nach Anleitung mit 5 Minuten Epoxi angeklebt. Da die Schrauben sich durch das EPP  ziehen würden, wurde alte Servoscheiben unterlegt, das hält und man kann die Schrauben richtig fest anziehen.

Flachenbefestigung

Der Motor ist eigentlich zu gross, war aber vorhanden, also wurde er auch verbaut. Die Luftschraube wurde später gegen eine mit mehr Steigung ausgetauscht. Bei den ersten Flugversuchen stellte sich heraus, dass die Luftschraube die Haube beschädigen kann, als Schutz wurde ein starke Folie aufgeklebt . Da diese Goose für meinen Sohn gedacht ist, sollte alles so bedienerfreundlich wie eben Möglich sein ( DAU Sicher ) 

Motor_Aufsatz

Der Regler hängt frei im Rumpf und ist von oben mit der Klebepistole dicht  gemacht worden, so kann kein Wasser über die Kabel in den Regler laufen. Die Querruder habe ich nach den Erstflug, abgetrennt und mit CA-  Scharnieren wieder angesetzt, Jetzt haben diese eine wesentlich bessere  Wirkung als zuvor. Der Erstflug war wenig Spektakulär, alles passte! Die Goose konnte also  auch einem Anfänger übergeben werden. Mittlerweile ist mein Sohn schon  ein paar mal geflogen. Bei einem der Flüge kann es zu einem  Störmungsabriss und die Goose ist aus 10 Metern senkrecht zu Boden  gegangen. Einzig den Motor hat es abgerissen. Ein Löffelchen Epoxi 5  Minuten warten und alles ist wieder gut!!! Ein wirklich schönes Modell, auch wenn wir bisher nur  “Trockenschwimmer” sind!

Goose_x2_Kopie

<--Der Sound der der 2 motorigen 4 Blattpropeller ist einfach klasse. Ich freue mich schon auf das erste Wassern. Als Kamera Träge ist die Goose ganz hervorragend geeignet. Abends im Park macht das Goosen besonders viel Spass!

Im Oktober 2010 war es endlich so weit, nach vielen Trockenstarts durfte  die Goose endlich auf`s Wasser. Bei allen Versuchen vorher, war es immer zu windig. Der erste Wasserstart, hat auf Anhieb funktioniert. Die 4  Blattpropeller haben kein grosse Steigung, aber es sind 4 Stück!! Sie  geht sofort auf Stufe und man kann Sekunden später schon die Goose aus  dem Wasser lupfen!!

Und so sieht das aus, wenn man vom Goose Fieber infiziert ist. Es fehlen  sogar noch 2. Jörg war nicht da und Gerd hat seine noch im Bau ( Ich bin gespannt wann er damit anfängt)

3_x_Goose
Goose_Wasserstart
Goose_Fahrt_ohne
Goose_Landung
Goose_Fahrt_mit_Seitenruder

Das einzige was nicht optimal war, war die Fahrt bei wenig Geschwindigkeit  auf dem Wasser. Bedingt durch die 2 Motoren, liegt das Seitenruder erst  bei reichlich Fahrt im Wind. Das gefiel mir gar nicht, denn ich wollte  mit wenig Fahrt wieder in meine Goose Bay zurück schippern!! Also wurde  ein durchsichtiger Kunststoff in das Seitenruder eingelassen und einfach mit einem Gabelkopf gesichert. So kann das Ruder einfach wieder  abgenommen werden. Jetzt ist die Goose auf dem Wasser nicht wieder zu  erkennen, brav schippert sie dahin wo ich möchte, ja Schiffe haben auch  ihren Reiz ;-)

Jetzt ist die Goose erstmal wieder Trockenschwimmer, bis zum nächsten Sommer (wenn es denn einen gibt)

Wasserruder
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